Zeitungsartikel und Reaktion

UWG hofft auf drei Mandate im Gemeinderat

Dohmes Wählervereinigung will bei der Kommunalwahl auf allen Ebenen antreten

Bäntorf (nz). Selbstbewusster denn je präsentiert sich die Unabhängige Wählervereinigung (UWG) des Fleckens Coppenbrügge im Jahr der Kommunalwahl. UWG-Vorsitzender Herbert Börns und Ratsmitglied Klaus-Dieter Dohme sind sich einig: Zwei UWG-Vertreter im Rat müssen es diesmal schon sein - sogar drei Ratsmandate seien denkbar. Mehr als 1200 Stimmen benötige die Unabhängige Wählervereinigung, um zumindest zwei Mandate im Coppenbrügger Gemeinderat zu erreichen. Mit großer Zuversicht hofft diese Vereinigung, die großen Wert darauf legt, "nicht parteipolitisch zu agieren", aus dem Lager der FDP, von den aus dem Rat ausgeschiedenen ehemaligen Grünen und den großen Parteien CDU und SPD Stimmen abschöpfen zu können, wie die Mitglieder bekunden.

Die Themen sind bekannt: UWG-Ratsherr Klaus-Dieter Dohme zeigte sich jetzt bei dem gut besuchten Neujahrsempfang im Feuerwehrhaus Bäntorf erneut davon überzeugt, dass mit einer für ihn sinnvolleren Nutzung des Hallenbades Kosten in beträchtlicher Höhe gespart werden könnten. Das Hallenbad fordere der klammen Gemeinde alljährlich 122 000 Euro Zuschüsse ab. Die könnten seiner Meinung nach besser verwendet werden.

Sein Vorstandskollege Herbert Börns deutete allerdings an, dass in dieser Beziehung nicht unbedingt innerhalb der UWG-Führungsriege Einigkeit bestehe. Dohme hatte zum Abschluss der Etatberatung mit dem Vorschlag überrascht, das defizitäre Hallenbad einer neuen Nutzung zuzuführen. Zum Beispiel als Mehrzweckhalle, was dem Coppenbrügge Kulturleben zugute käme, wie er vorschlug. Allerdings war dieser Vorstoß bei der jüngsten Ratssitzung an den großen Parteien abgeprallt, die darüber nicht einmal diskutieren wollten.

Die UWG wurde von Dohme beim Empfang dennoch als Erfolgsmodell vorgestellt. Innerhalb weniger Jahre habe diese Vereinigung 86 Mitglieder hinter sich scharen können. Ludwig Langwost, UWG-Ortsratsmitglied, und Klaus-Dieter Dohme zeigten sich überzeugt: "Wir können zur Kommunalwahl auf allen Ebenen antreten." Theoretisch sei die UWG in der Lage, überall Ortsgruppen aufzustellen. Es sei lediglich eine organisatorische Aufgabe.

© Dewezet, 15.03.2006

Leserbrief zum DeWeZet-Artikel vom 15.03.2006

„UWG hofft auf drei Mandate im Gemeinderat“ 

Immer wenn Kommunalwahlen anstehen, scheint es für Herrn Dohme wichtig zu werden mit kernigen Schlagsätzen die Öffentlichkeit zu suchen. Jetzt ist mal wieder das Hallenbad in Coppenbrügge dran. Dabei hatte er kein Problem in der letzten Ratssitzung erst zu verlangen, man möge das Freibad an die Umwälzeinrichtung im Hallenbad anschließen und dann sofort im nächsten Satz zu fordern das Hallenbad zu einem Dorfgemeinschaftshaus umzubauen. Ja, was denn nun? Mit der ersten Variante bestünde immerhin die Möglichkeit, der interessierten Öffentlichkeit die komplette Ahnungslosigkeit und Unkenntnis der UWG bezüglich der tatsächlichen Kosten und Einsparmöglichkeiten im Coppenbrügger Freibad zu offenbaren. Mit der zweiten Variante (Schließung des Hallenbades) würde die UWG Verantwortung übernehmen müssen. Verantwortung für zukünftige Ertrinkungsopfer in der Gemeinde. Denn in diesem Bad findet seit Jahren die Schwimmausbildung für Kinder und Jugendliche außerordentlich erfolgreich statt. Dem großen Engagement der ehrenamtlich Tätigen der DLRG ist es nicht zuletzt zu verdanken, dass „der nasse Tod“ -bis jetzt jedenfalls- im Gemeindegebiet ein höchst seltener Gast ist. Die Würdigung dieser Arbeit möge jeder selbst interpretieren. Eine wichtige Einsparanregung könnte ich aber anbieten: Die Gemeinde zahlt ihren Ratsmitgliedern eine Aufwandsentschädigung. Dies gilt auch für die beratenden Ausschussmitglieder. Sollte, so wie Herr Dohme, ein beratendes Mitglied sich weigern zu beraten, welche Funktion hat dann dieses beratende Mitglied noch... 

Hans-Gerhard Sackmann 

Coppenbrügge, 15.03.06